Montag, 28. September 2015

sharewise Community Fonds wird geschlossen

Funktioniert Schwarmintelligenz als Fondsprodukt doch nicht? Zumindest kann der Community-Fonds der Empfehlungs-Plattform sharewise nach drei Jahren nicht mehr weiter versuchen, den Gesamtmarkt zu schlagen.

Der Fonds, der im Oktober 2012 seinen Start feierte, konnte nach Angaben der Kapitalverwaltungs-Gesellschaft Hauck & Aufhäuser zuletzt nur noch 1,8 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen vorweisen, offenbar nicht genug, um das Produkt noch weiter am Markt zu halten. (s. dazu auch die Meldung von Fonds Professionell).


Heftige Schwankungen von Anfang an

Das Portfolio des Fonds basierte auf den Aktienempfehlungen der 100 besten Empfehlungs-Geber von sharewise, die dann nach bestimmten Spielregeln aggregiert und und Aktienpositionen umgesetzt wurden. Der Fonds hatte stets eine deutlich höhere Schwankungsbreite zu verzeichnen als etwa der Dax oder auch die selbst gesteckte Benchmark, der europäische Index Stoxx 600.


Im zweiten Jahr des Bestehens wurde diese Benchmark sogar einmal geschlagen und damit sogar eine Performance-Fee an das kollektive Fondsmanagement ausgezahlt. In der Folge blieb der Fonds aber hinter der allgemeinen Aktienmarktentwicklung zurück. Daher wohl auch der geringe Zuspruch für das Konzept und nun das Aus für das Produkt.

Feri zieht den Stecker

Das Management des Fonds ging bereits im November 2014 an die Bad Homburger Investment- und Research-Gesellschaft Feri über. Diese schätzte vor allem die Information über das "Investitionsverhalten der Community" als wertvoll ein. Offenbar aber nicht als so wertvoll, dass das Fortbestehen des Kollektiv-Fonds gesichert und finanziert werden konnte.

Die sharewise-Community selbst liegt bereits seit 2013 in den Händen des japanischen Social-Media-Unternehmens Minkabu. Mit einer neuen Version der Plattform wollen die Betreiber seit Juli die damit gegebenen neuen Möglichkeiten nutzen.

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