Samstag, 11. Juli 2015

Fintech-Depot mit robuster Halbjahresperformance

Die breite Aufstellung des Fintech Depots über mehrere Anlageklassen, vor allem aber über eine Reihe unterschiedlicher Strategieansätze hinweg, hat das Gesamtportfolio auch im turbulenten Monat Juni vor nennenswerten Verlusten bewahrt.

Gegenüber dem Performance-Höchststand, der per Ende Mai mit 6,1 Prozent erreicht wurde, hat das Depot nur rund einen Prozentpunkt eingebüßt und steht zum Ende des ersten Halbjahres mit 5,1 Prozent im Plus.


Alle Asset-Klassen unter Druck

Im Frühsommer haben einerseits fallende Aktienmärkte im Angesicht der Griechenland-Krise belastend gewirkt. Aber auch am Anleihemarkt und nicht zuletzt auch im Rohstoff-Sektor haben weiter sinkende Notierungen vielen Anlegern deutliche Verluste beschert.

Nicht so in unserem Fintech Depot. Die detaillierte Aufstellung siehe die Tabelle am Ende des Beitrags. (Hier noch einmal der Hinweis, dass hier keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten gegeben, sondern nur die Wertentwicklung eines gedachten Portfolios beobachtet wird, das ein Anleger mit Hilfe neuer Möglichkeiten am Finanzmarkt nutzen kann)

Indexfonds von mehreren Seiten unter Druck

Erneut haben die hoch gewichteten Indexfonds als Depot-Fundament auch im Juni Rückgänge verzeichnet. (Aufbau des Fintech-Depots). 20 Prozent werden dabei dem Weltportfolio 50 von justETF zugeordnet, das aus 5 Einzel-ETFs mit durchschnittlichen Kostenbelastungen von rund 0,3 Prozent p.a. auskommt. Das Portfolio gewann seit Jahresbeginn 4,1 Prozent an Wert. Neben dem fortgesetzten "Anleihe-Crash" hat sich hier auch der Rückgang vieler Rostoff-Preise belastend ausgewirkt. (Hintergrund zu justETF)

Ebenfalls mit 20 Prozent ist der ETF-Dachfonds easyfolio 30 gewichtet. Der Fonds ist zu 70 Prozent in Anleihen weltweit mit einem Schwerpunkt auf kurzlaufenden Rentenpapieren investiert. 30 Prozent entfallen auf Aktien-ETFs. Auch hier ließen Kursverluste bei Aktien und im Renten-Segment den Fonds um gut zwei Prozentpunkte absacken. Das Plus lag zum Halbjahresende noch bei 4,8 Prozent. Die Kostenquote liegt hier bei 0,90 Prozent jährlich (Hintergrund zu easyfolio).

Aktienfonds bleiben zweistellig im Plus

Die beiden reinen Aktienfonds im Depot bleiben auch in der Halbjahresbilanz eine wichtige Performance-Stütze für das Gesamt-Portfolio. Der Dax beendete den Monat Juni auf einem Stand unter 11.000 Punkten, etwa fünf Prozent tiefer als Ende Mai.

Im Vergleich dazu hat sich der DWS Deutschland weiterhin gut geschlagen. Der aktiv gemanagte Fonds, den wir über die Social-Trading-Plattform moneymeets mit 10 Prozent Anteil ins Portfolio aufgenommen haben, notiert noch 14,1 Prozent über dem Niveau zum Jahresstart. Durch den Kauf über moneymeets entfällt der Ausgabeaufschlag, zusätzlich winkt ein "Kickback" in Form einer teilweisen Rückerstattung der Innenprovision. Der Fonds hat weiterhin Bayer, Daimler, Allianz und Siemens als Top-Holdings. (Hintergrund zu moneymeets).

Dem Intelligent Recommendations Fonds, kam auch im Juni seine globale Aufstellung zugute. Der Fonds profitierte erneut relativ von den im Vergleich weniger schwankungsanfälligen US-Titeln im Depot. Per Ende des ersten Halbjahres lag das Plus bei 12,3 Prozent. Der Fonds ist ebenfalls mit 10 Prozent gewichtet. (Hintergrund zu Intelligent Recommendations)

Social Trader: Underperformer mit Erholungstendenzen

Der Bereich Social Trading ist insgesamt mit 20 Prozent im Fintech Depot gewichtet. Die Aufteilung auf vier Trader von vier verschiedenen Plattformen mit unterschiedlichen Strategieansätzen soll zusätzlich Risiko aus dem Gesamtportfolio nehmen. ayondo Trader Patternicus hat im Juni den besten Monat des Jahres absolviert und sechs Prozent hinzugewonnen. Die Verluste seit Jahresbeginn reduzierte er damit  auf 7,7 Prozent. Este Erholungszeichen sendet auch das Handelssystem von Christian Fahrner, Top-Trader bei eToro. Fahrner lag per Ende Juni noch 30,7 Prozent im Minus. Söhnke Schmidt, bleibt mit seiner Devisenstrategie auf United-Signals mit 1,2 Prozent in der Pluszone und kann damit die Pendel-Bewegung des Euro-Dollar-Kurses recht gut überstehen. Ralf Werner schließlich musste mit seinem breit aufstellten Aktien-Wikifolio aus Gesundheitsaktien Verluste wie der Gesamtmarkt einfahren - die Jahresgewinne schrumpfen hier von 8,8 auf 5,3 Prozent. (Hintergrund zu den Social Tradern)

Stockpulse als Depot-"Booster"

Bemerkenswerte Performance-Sprünge hat das Handelssystem von Stockpulse in den vergangenen Monaten erreicht. Stockpulse aus Köln wertet Anlegerstimmungen in den sozialen Netzwerken aus und filtert daraus Trading-Entscheidungen. Die Long-Short-Strategie im Aktienmarkt des "Sentiment-Trader", die Stockpulse von einer Vermögensverwaltung dokumentieren lässt und die per Börsenbrief abonnierbar ist, mit liegt damit seit Jahresanfang bei beachtlichen 22,6 Prozent im Plus. (Hintergrund zu Stockpulse)

Bergfürst weiter auf Ausgangsniveau

Der Crowdinvesting-Anteil, hier haben wir in das Middendorf Haus in Hamburg über die Plattform Bergfürst investiert, bleibt bei seinem Wert auf dem Ausgangsniveau. Der Kurs, den die Bergfürt-Plattform stellt, notiert bei 10,00 Euro. Die Aussschüttung des jährlichen Zinssatzes von 3,5 Prozent wird nach dem Zinstermin in der Performance vermerkt. Auch beim Handel der Genussscheine auf der Handelsplattform von Bergfürst ist der Wert bislang unverändert.

Das Fintech Depot Ende Juni 2015



StartkapitalPerformance seit 1.1.2015Aktueller Wert
JustETF Weltportfolio200004,1%20820
Easyfolio 30200004,8%20960
Aktienfonds





DWS Deutschland1000014,1%11410
Intelligent Recommendations     1000012,3%11230

Social Trader





Ayondo5000-7,7%4615
Wikifolio50005,3%5265
United Signals50001,2%5060
Etoro5000-30,7%3465
Social Media Analytics





Stockpulse1000022,6% 12260
Crowdinvesting





Bergfürst100000,00%10000
Gesamtwert1000005,09%105085

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