Samstag, 24. Januar 2015

Social Trading braucht "Fractional Trading"

Als neue Form der Geldanlage ist Social Trading zum einem Trend geworden. Komplexe Handelsstrategien, die zuvor nur für größere Konten erhältlich waren, können dank der neuen Möglichkeiten auf kleinste Anlagebeträge herunter"gebrochen" werden. Die Anbieter nutzen dabei unterschiedliche Techniken.


eToro: Microlots senken das Risiko

Der internationale Social-Trading-Anbieter eToro macht gerade einen wichtigen Schritt, um Trading-Strategien auf seinen Plattformen sicherer zu machen. CFDs auf Aktienindizes wie den Dax können nun in Mini- und Mirco-Lots (Zehntel- und Hundertstel-Kontrakte) durch die Signalanbieter gehandelt werden. Damit können die "Popular Investors", die zum Teil mehrere Tausend Follower haben, ihre Strategien in Sachen Risiko deutlich entschärfen. Positionsgrößen können exakter auf die eigene Kontobasis abgestimmt werden. Kleinere Traderkonten können durch den Einsatz von Kontrakt-Bruchteilen genauso agieren, wie große Konten, die jeweils einen "ganzen" Kontrakt auf den deutschen, britischen oder US-Leitindex handeln. In der Konsequenz dürfte das Risiko für die Follower tendenziell abnehmen, Konto-Crashes durch "Leader", die stark überhebelt in den Märkten agieren und ihren Anhängern oft massive Verluste bis zum Totalverlust beschert haben, werden so seltener.

ayondo: Winzige Kontraktbruchteile

Die Frankfurter Plattform ayondo bietet bereits seit mehreren Jahren dieses "Fractional Trading" - sowohl auf Seiten der "Top-Trader" wie auf Follower-Seite an. ayondo hat allerdings in den Anfangsjahren einen schmerzlichen - vor allem für einige Kunden - Lernprozess hinter sich bringen müssen. In den ersten Versionen der Verbindung Signalgeber-Signalnehmer wurden die Kontraktgrößen auf Follower-Seite nicht proportional angepasst. Seit einigen Jahren bereits werden die Positionsgrößen auf die fünfte Nachkommastelle zwischen Signalgeber und -kopierer feingetuned. Auch die Echtgeld-Signal-Anbieter können auf der Plattform mit Kontraktbruchteilen agieren, damit sind auch die Kontogrößen, mit denen eine verantwortungsvolle Strategie aufgesetzt werden kann, deutlich kleiner geworden. Theoretisch kann ein Real-Money-Trader mit 1.000 Euro eine oder sogar mehrere hochkomplexe Handelsstrategien umsetzen. Follower können auf diese Weise mit minimalem Kapitaleinsatz gleich ein ganzes Bündel von Strategien zu einem Portfolio zusammenstellen.

Wikifolio: Zertifikat macht Mini-Investments möglich

Der österreichische Anbieter Wikifolio hat einen gänzlich anderen Weg bestritten, der es Anlegern aber ebenfalls möglich macht, Strategien mit kleinen Anlagebeträgen zu nutzen: Über die Verbriefung von Zertifikaten kann der Anleger das "Ergebnis" einer Wikifolio-Strategie in Form des entsprechenden Index-Zertifikates kaufen. Der Startpreis der Zertifikate liegt jeweils bei 100 Euro. Dies entspricht auch dem Mindesteinsatz des Anlegers beim Kauf. Einziger Nachteil der Systematik bei den sehr erfolgreichen Strategien ist der Preis der Zertifikate-Anteile, der natürlich entsprechend der Performance ansteigt. Einige der Top-Strategien notierten bereits bei 300 Euro und mehr.

Wer die Zertifikate in Form von Bruchstücken kaufen will, kann aber aber ebenfalls tun: Nämlich, indem er in einen Sparplan investiert, die für einige Wikifolio-Zertifikate ebenfalls angeboten werden. Beim S-Broker können die Sparraten für ein Investment zwischen 50 und 500 Euro monatlich schwanken.

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