Mittwoch, 10. Dezember 2014

eToro bekommt Millionen-Finanzspritze

27 Millionen Dollar mobilisiert das weltweit größte Social-Trading-Netzwerk eToro für sein geplantes weiteres internationales Wachstum. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, haben sich an der Kapitalmaßnahme neben dem bereits bei eToro engagierten Finanzinvestor Spark Capital aus den USA auch das chinesische Venture Capital Unternehmen Ping An Ventures und eine Tochter der russischen Sberbank, SBT Venture Capital, beteiligt, die auf Investments im Fintech-Bereich spezialisiert ist. Ping An ist das größte nicht-staatliche Finanz-Unternehmen in China.


Zielgruppe: "Privatanleger auf der ganzen Welt"

Die Investitionen sollen eToro beim weiteren Wachstum helfen, laut dem Unternehmen sollen vor allem in China, Russland und auch in Deutschland die Nutzer-Zahlen weiter nach oben geschraubt werden. Derzeit hat eToro, das in Israel seinen Sitz hat und über eine EU-Regulierung in Zypern verfügt, nach eigenen Angaben rund vier Millionen registrierte Nutzer aus 140 Ländern, die sich über eToro austauschen, vor allem aber Social-Trading in den Anlageklassen, Aktien, Indizes, Devisen und Rohstoffe betreiben.

Laut eToro-Gründer Yoni Assia soll die Partnerschaft mit Ping An und SBT Ventures dabei helfen, "Privatanleger auf der ganzen Welt in die Lage versetzen auf eine 'social' und transparente Art zu handeln und zu investieren".

Auch in Deutschland will das Unternehmen mit den frischen Mittel personell aufstocken und seine Kundenbasis erweitern.

Vergütung für "Popular Investors" erhöht

eToro dürfte einen Teil der frischen Mittel auch in die Vergütung seiner Trader stecken, die bei dem Netzwerk "Popular Investors" heißen. Zu Beginn der Woche hatte das Unternehmen bereits eine neue Incentivierung dieser Signalgeber auf der Plattform offiziell gemacht: Dabei sollen die erfolgreichen Trader neben monatlichen Auszahlungen von bis zu 10.000 Dollar auch Rückvergütungen auf die Spreads bei ihren Trades erhalten. Über diesen Spread finanziert sich auch eToro selbst.

Auch die Konkurrenz stockt auf

Über die Finanzspritze war bereits in den vergangenen Tagen in den Fachmedien spekuliert worden. In den vergangenen Monaten haben mit Wikifolio und ayondo zwei weitere in Deutschland stark genutzte Social-Trading-Anbieter über Finanzinvestoren Millionen-Euro-Beträge mobilisiert, um das Produktangebot und die Expansion voranzutreiben.





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